Rezension:Herbst. Goldenes Gleichnis (Gebundene Ausgabe)

Der 1935 geborene Maler, der einst sein Studium an der Akademie für bildende Künste in München absolvierte und von dem ich bislang in erster Linie Aquarelle in stahlenden mediterranen Farben bewundert habe, zeigt in diesem Buch seine Herbstimpressionen, die blaue, orangefarbene, dunkelgrüne, weinrote aber auch braune Farbtöne in den Vordergrund stellen. Seine Impressionen sind abstrakt. Die Bilder und Texte sind in nachstehende Kapitel untergliedert:


Der Anfang der kühlen Tage

Fallt ihr Blätter

Schön die Scheune

Aber der Mensch

Nebelmorgen

Zeit des Abschieds

Im schwarzen Grün

Wie alles sich verwandelt

Die Gedichte und die Prosatexte stammen aus der Feder von: Hermann Hesse, Richard Exner, Theodor Storm, Kyoshi, Rudolf-Alexander Schröder, jan Skácel, Gerold Spät, Rainer Maria Rilke, Ingeborg bachmann, Günther Kunert, Johann Ludwig Huber, Jacques Lusseyran, Cordelia Edvardson, Johann heinrich Voss, Reinhold Schneider, Hilde Domin, Manfred Hausmann, Karl Krolow, Paul Celan, Stefan Zweig und vielen anderen.


Besonders begeistert haben mich Felgers Bodensee-Impressionen, der Nebel dort, weit mehr als die fallenden Blätter übrigens. Schön bei diesem Künstler ist, dass selbst der Herbst nicht in grauen Farbtönen daher kommt. Felger schafft es, wenn auch in gedeckterer Form als im Frühling mediterran malen. Für ihn ist das Licht immer der zentrale Moment. Das finde ich wunderbar.

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